Steuergeldverschwendung nach wie vor Alltag in Schleswig-Holstein
Schwarzbuch 2009 liefert 13 neue Beispiele für Verschwendung
„Leider müssen wir feststellen, dass die Steuergeldverschwendung nach wie vor Alltag in Schleswig-Holstein ist. Trotz angespannter Haushaltslage beim Land und vielen Kommunen wird immer noch viel zu viel Geld sorglos ausgegeben. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Neben Fehlplanungen und Schlendrian ist es immer auch noch falsch verstandene Großzügigkeit, die zur Verschleuderung öffentlicher Mittel beiträgt“, mit diesen Worten stellt Dr. Hartmut Borchert, Präsident des Bundes der Steuerzahler Schleswig-Holstein, heute das 37. Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung“ in einem Pressegespräch vor.
In der Sammlung von Verschwendungsfällen aus ganz Deutschland finden sich 13 neue Beispiele aus allen Teilen Schleswig-Holsteins, die lediglich die Spitze des Eisberges der öffentlichen Verschwendung darstellen. Einen Erfolg stellt die Verhinderung eines überflüssigen Stadtparkes in Tornesch dar. Mit der unglaublichen Kostensteigerung für eine Skateranlage in Schleswig, den gewaltigen Folgekosten für ein Pilotprojekt in Geesthacht und dem Technologiezentrum Blomenburg in Selent, das zu einem Fass ohne Boden wird, wird auch die Fortentwicklung von drei Fällen erläutert, die bereits in vergangenen Ausgaben des Schwarzbuches Erwähnung fanden.
Ziel des Schwarzbuches sei es auch, so Borchert, die Diskussion über die sinnvolle Verwendung öffentlicher Mittel anzuregen. Dazu hat der Bund der Steuerzahler eine Internetseite eingerichtet, auf der alle Schwarzbuch-Fälle nach Bundesländern oder Kategorien sortiert eingesehen und herunter geladen werden können. Zu jedem Fall besteht die Möglichkeit, eine individuelle Bewertung sowie einen eigenen Kommentar abzugeben. Die Fälle, die von den Internet-Nutzern als besonders gravierend eingeschätzt werden, werden täglich aktualisiert als „top ten“ aufgelistet. Die Internetseite erreicht man unter: http://schwarzbuch.steuerzahler.de
Hinweis für die Redaktionen:
Die Texte zu allen Fällen aus Schleswig-Holstein sowie honorarfreie Bilder stellen wir Ihnen gerne elektronisch zur Verfügung. Rufen Sie uns bitte an.
Telefon 0431/563065.

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