LV Schleswig-Holstein - Steuertipps

Steuertipps
14.09.2016

Heimunterbringung von Ehegatten

Steuerzahler müssen doppelten Abzug der Haushaltsersparnis nicht hinnehmen

Steuerzahler, die aus gesundheitlichen Gründen in einem Pflegeheim leben, können die Kosten für die Heimunterbringung in der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastung absetzen. Wird im Zusammenhang mit dem Umzug ins Heim der frühere Haushalt aufgelöst, kürzt das Finanzamt die abziehbaren Ausgaben um die sogenannte Haushaltsersparnis, erklärt der Bund der Steuerzahler (BdSt). Damit sollen die Aufwen-dungen, die sich der Steuerzahler für das Unterhalten eines eigenen Hausstandes erspart, abgegolten werden. Umstritten ist allerdings, wie die Haushaltsersparnis bei Ehegatten zu berücksichtigen ist, wenn diese gemeinsam aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit in ein Pflegeheim umziehen. Zum Teil ziehen die Finanzämter die Haushaltsersparnis doppelt ab, obwohl nur ein gemeinsamer Haushalt aufgegeben wird. Ob dies rechtens ist, wird nun der Bundesfinanzhof entscheiden müssen. Dort ist ein entsprechendes Musterverfahren anhängig (Az.: VI R 22/16). Mehr dazu

14.01.2016

Schneeschieben von der Steuer absetzen

So beteiligen Sie den Fiskus an den Kosten für den Winterdienst!

Während sich die meisten Kinder über den ersten Schnee freuen, macht der Schnee den Erwachsenen oft mächtig Arbeit. Denn viele Mieter und Hauseigentümer trifft nun wieder die Räumpflicht auf Wegen und Straßen. Manchen Steuerzahlern sind das frühe Aufstehen und der Griff zur Schneeschaufel jedoch zu mühsam: Wird ein Dritter mit den Arbeiten beauftragt, lassen sich diese Kosten steuerlich absetzen.

Details erklärt der Bund der Steuerzahler: Eigentümer, aber auch Mieter, die für die Schneebeseitigung auf privaten und/oder öffentlichen Wegen zahlen, können die Kosten in der Einkommensteuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen ansetzen. Insgesamt können für solche Dienstleistungen 20 Prozent der Aufwendungen, maximal 4.000 Euro, pro Jahr steuerlich berücksichtigt werden. Zahlt der Bürger beispielsweise 600 Euro für das Kehren des Gehweges vor dem Haus, so lassen sich mit dem Steuerbonus bis zu 120 Euro Steuern sparen, rechnet der Bund der Steuerzahler vor. Voraussetzung für den Steuerabzug ist, dass der Räumdienst eine Rechnung ausgestellt hat und der Rechnungsbetrag auf das Konto des Dienstleisters überwiesen wurde. Aber Achtung: Steuerlich geltend gemacht werden können nur die Arbeits- und Anfahrtskosten des Räumdienstes. Materialkosten z.B. Streusalz u.Ä. können nicht bei der Steuer abgezogen werden, darauf weist der Bund der Steuerzahler abschließend hin.

14.01.2016

Wichtiges Kindergeldurteil für Studenten

Die Prüfungsergebnisse zählen!

Gute Nachrichten für Studenten und Eltern: Kindergeld wird so lange gezahlt, bis die Prüfungsergebnisse vorliegen. Eine universitäre Ausbildung endet erst, wenn dem Studenten die Prüfungsergebnisse mitgeteilt werden und nicht bereits mit dem Ablegen der letzten Prüfung. Auf eine entsprechende Entscheidung des Finanzgerichts Sachsen macht der Bund der Steuerzahler aufmerksam (Az. 4 K 357/11). Damit schafft das Gericht Rechtssicherheit für Eltern, deren Kinder länger auf ihre Noten warten müssen.

Im Fall hatte die Studentin ihre Diplomarbeit abgegeben, jedoch die Prüfungsergebnisse erst sechs Monate später erhalten. Während dieser Wartezeit war sie weiterhin an der Universität immatrikuliert und jobbte nebenbei im Schnitt knapp 15 Stunden in der Woche. Die Familienkasse strich das Kindergeld, weil sich das Kind nach Ablegen der Prüfung nicht mehr in einer Berufsausbildung befände und damit die Voraussetzungen für die Gewährung des Kindergeldes nicht mehr vorlägen, so das Argument der Familienkasse. Falsch, urteilte das Sächsische Finanzgericht. Die Berufsausbildung endet grundsätzlich erst mit Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse. Etwas anderes gilt nur, wenn das Kind vor Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse bereits eine Vollzeiterwerbstätigkeit aufnimmt oder das 25. Lebensjahr vollendet hat, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Eltern, denen das Kindergeld gestrichen wird, weil das studierende Kind länger auf seine Prüfungsergebnisse warten muss, sollten dies nicht akzeptieren. Mit Hinweis auf die Entscheidung des Sächsischen Finanzgerichts kann die Fortzahlung des Kindergeldes bis zum Vorliegen der Prüfungsergebnisse verlangt werden.

13.11.2015

Kindergeld steigt!

Achtung: Steuer-ID ist ab 2016 erforderlich

Familien können sich zum Jahreswechsel erneut über ein höheres Kindergeld bzw. einen höheren Kinderfreibetrag freuen. Wichtig: Die Familienkassen benötigen ab 2016 die Steuer-Identifikationsnummer von Kindern und Eltern. Fehlen die ID-Nummern ist die Auszahlung des Kindergeldes in Gefahr und es droht eine Rückforderung des ausgezahlten Kindergeldes. Der Bund der Steuerzahler erklärt, worauf zu achten ist. Mehr dazu

25.02.2015

So sparen Studenten und Lehrlinge Geld!

BdSt erklärt wie Kosten für Studium und Lehre absetzbar sind

Junge Leute machen eine Menge – Lehre, Studium, Partys. Eines machen sie oft nicht – ihre Steuererklärung. Dies ärgert zunächst vor allem ihre Eltern. Später ärgern sich womöglich die Lehrlinge und Studenten selbst, wenn sie Geld verschenkt haben. Wie sich mit Ausbildung und Studium Steuern sparen lassen, erklärt der Bund der Steuerzahler in seinem "Steuer & Studium Spezial". Mehr dazu

05.02.2015

Aufbewahrungsfristen

Was darf in den Reißwolf?

Zu Beginn des Jahres räumen viele Steuerzahler auf und schaffen Platz für neue Quittungen und Belege. Dabei sollte nicht alles, was sich über die Jahre angesammelt hat, blindlings weggeworfen werden. Allzu großer Ordnungssinn kann sich rächen, denn eine Reihe von Belegen müssen für das Finanzamt aufbewahrt werden, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Dies gilt nicht nur für Unternehmer, auch Privatpersonen sollten bestimmte Belege nicht gleich aussortieren. Mehr dazu

11.09.2014

Abgeltungssteuer gilt auch bei Darlehen in der Familie

BdSt weist auf erfolgreichen Musterprozess hin

Mit Unterstützung des Bundes der Steuerzahler ist ein Sieg in puncto Abgeltungsteuer beim Bundesfinanzhof erstritten worden. Von diesem Urteil profitieren vor allem Familien, die ihren Angehörigen ein Darlehen für berufliche oder betriebliche Zwecke gewähren. Sie können die Zinsen mit der günstigeren Abgeltungsteuer versteuern. Mehr dazu

27.08.2014

Vordrucke zur Umsatzsteuer-Voranmeldung geändert

Neue Formulare gelten ab Oktober 2014

Unternehmer müssen ab Oktober 2014 neue Vordrucke zur Umsatzsteuer-Voranmeldung verwenden. Darauf macht der Bund der Steuerzahler aufmerksam. Freiberufler und Gewerbetreibende sind zur Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen verpflichtet, um angefallene Umsatzsteuer an das Finanzamt zu melden oder abzuführen. Dazu wird der Vordruck Umsatzsteuer-Voranmeldung (USt 1 A) genutzt. Mit Schreiben vom 31. Juli 2014 hat die Finanzverwaltung diesen Vordruck sowie die dazugehörige Anleitung aktualisiert. Mehr dazu

29.07.2014

Automatischer Kirchensteuerabzug

Unternehmen müssen sich spätestens im August registrieren lassen!

Ab dem Jahr 2015 gilt für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ein automatisiertes Abzugsverfahren. Banken, Versicherungen, Bausparkassen und Kapitalgesellschaften, die Gewinnanteile an die Gesellschafter (also Dividenden) ausschütten, müssen dazu die Religionszugehörigkeit des Sparers, Versicherungsnehmers oder des Gesellschafters beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) abfragen. Diese Pflicht trifft selbst den Alleingesellschafter-Geschäftsführer für seine "eigene" GmbH! Was zu tun ist, erklärt der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

14.05.2014

Steuererklärung 2013

Sepa-Umstellung beachten!


Bild: Fotolia/Franz Pflügl
Das Anfertigen der Einkommensteuererklärung ist keine einfache Angelegenheit, zumal der Gesetzgeber oder die Verwaltung regelmäßig das Steuerrecht oder die Verwaltungsregeln ändern. Dennoch lohnt es sich für viele Bürger, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Arbeitnehmer erhalten im Durchschnitt rund 860 Euro zurück. Häufig sind es viele kleine Dinge, die die Steuerlast senken können. Mehr dazu

11.03.2014

Dienstwagen bei Arbeitsverhältnissen unter Ehegatten

Auf die richtige Vereinbarung kommt es an

Arbeitet der Ehegatte im Betrieb des Partners mit, darf er auch einen Dienstwagen bekommen und diesen für private Fahrten nutzen. Dies hat der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Beschluss bestätigt. Voraussetzung ist, dass die Vereinbarungen zwischen den Ehegatten „fremdüblich“ sind. Hier kommt es auf die richtige Vereinbarung an, so der Bund der Steuerzahler. Gerade bei der Überlassung hochwertiger Fahrzeuge schaut die Finanzverwaltung genauer hin. Mehr dazu

12.02.2014

Handwerker und Putzhilfe von der Steuer absetzen

Diese Änderungen sollten Steuerzahler kennen!

Kosten für einen Handwerker oder die Putzhilfe können in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Damit lassen sich ordentlich Steuern sparen. Wegen eines aktuellen Verwaltungsschreibens müssen zukünftig ein paar neue Dinge beachtet werden. Steuerzahler sollten sich von den neuen Verwaltungsregeln jedoch nicht verunsichern lassen, rät der Bund der Steuerzahler (BdSt). Gewusst wie, lassen sich Handwerkerrechnung und Co. bei der Steuer anbringen. Der BdSt erklärt die Änderungen. Mehr dazu

15.01.2014

Steuerrechtsänderungen 2014

– Das ändert sich für Sie
Auch im Jahr 2014 gibt es im Steuerrecht wieder Änderungen. Der Bund der Steuerzahler erklärt die wichtigsten Neuregelungen.

Grundfreibetrag steigt
Für Steuerzahler gibt es zunächst eine gute Nachricht: Der Grundfreibetrag – dies ist der Betrag bis zu dem keine Einkommensteuer zu zahlen ist – wurde angehoben. Statt 8.130 Euro können nun pro Person 8.354 Euro steuerfrei eingestrichen werden. Diese Änderung gilt für alle Steuerzahler. Mehr dazu
15.01.2014

Kapitalabfindung aus einem Versorgungswerk

BFH erlaubt ermäßigte Besteuerung

Kapitalzahlungen aus einem berufsständischen Versorgungwerk unterliegen der Einkommensteuer. Dies entschied kürzlich der Bundesfinanzhof (Az.: X R 3/12). Allerdings erlaubten die Richter, dass die einmalige Kapitalzahlung aus dem Versorgungswerk ermäßigt besteuert wird. Damit lässt sich im Einzelfall die Steuerlast drücken, erklärt der Bund der Steuerzahler. Wichtig ist das Urteil vor allem für Freiberufler, die bereits vor dem Jahr 2005 in ein berufsständisches Versorgungswerk eingezahlt haben und beim Eintritt in den Ruhestand eine einmalige Kapitalauszahlung aus dem Versorgungswerk erhalten. Mehr dazu

18.11.2013

Betriebsweihnachtsfeier richtig planen

Neue Urteile zur 110-Euro-Grenze

Ob Kegelbahn, Essen im Restaurant oder das gemeinsame Beisammensein in der Firma. In den letzten Monaten des Jahres finden in vielen Unternehmen Betriebsfeiern statt. Dabei schaut der Fiskus genau hin. Gerade rechtzeitig vor der Weihnachtszeit hat der Bundesfinanzhof zwei neue Urteile zur 110-Euro-Freigrenze für Betriebsveranstaltungen veröffentlicht. Warum die neue Rechtsprechung für viele Firmenchefs und Mitarbeiter günstiger ist, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Mehr dazu

23.10.2013

Auslandslieferungen

Weitere Übergangsfrist bei Nachweisregeln

Liefert oder versendet ein deutscher Unternehmer eine Ware in ein anderes EU-Land an einen Unternehmer, fällt in Deutschland keine Umsatzsteuer an. Allerdings muss der Unternehmer nachweisen, dass die Ware auch tatsächlich in das übrige Gemeinschaftsgebiet gelangt ist. Seit dem 1. Oktober 2013 gelten dafür neue Nachweisregeln, erklärt der Bund der Steuerzahler. Für eine Übergangszeit bis zum 31. Dezember 2013 kann der Nachweis aber auch noch nach den bisher geltenden Regeln erbracht werden, dies erlaubt ein aktuelles Verwaltungsschreiben des Bundesministeriums der Finanzen. Mehr dazu

17.09.2013

Abfindung in Teilbeträgen – Fiskus verdient mit

Neues Klageverfahren macht Steuerzahlern Hoffnung

Der Verlust des Arbeitsplatzes ist für die meisten Betroffenen ein harter Schlag. Ein kleines Trostpflaster ist es, wenn es eine Abfindung vom Chef gibt. Für eine solche Kündigung mit einem „goldenen Handschlag“ fallen allerdings Steuern an – und zwar nicht zu knapp. Häufig entsteht dann Streit mit dem Finanzamt, ob eine Begünstigungsregelung für Abfindungen anwendbar ist oder nicht. Aktuell liegt dem Bundesfinanzhof ein Fall vor, in dem die Abfindung in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren ausgezahlt wurde, berichtet der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. In solchen Fällen lehnte die Finanzverwaltung bislang die Anwendung der günstigen Steuerregel ab. Das Verfahren macht Steuerzahlern nun jedoch Hoffnung, die Sonderregelung für jahresübergreifende Teilabfindungen doch noch anwenden zu können. Mehr dazu

28.08.2013

Gleiches Recht für Unternehmer

Volle Fahrtkosten bei Kundenbesuchen

Selbstständige und Unternehmer sollten sich nicht mit der niedrigeren Entfernungspauschale abspeisen lassen, wenn es um Fahrten zum Kunden geht, so der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Wird nämlich ein Arbeitnehmer beim Kunden tätig, können die Fahrtkosten für Hin- und Rückfahrt steuerlich geltend gemacht werden. Bei Unternehmern will die Finanzverwaltung hingegen oft nur die Entfernungspauschale anerkennen, wenn ein Kunde regelmäßig besucht wird. Durch ein Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf bekommen Unternehmer und Selbstständige nun aber Rückenwind. Das Gericht erlaubte den vollen Fahrtkostenansatz. Mehr dazu

15.07.2013

Praxisgebühr

Erstattung kein Fall für das Finanzamt

Die Praxisgebühr gibt es seit dem 1. Januar 2013 nicht mehr. Ganz ad acta gelegt werden kann das Thema aber dennoch nicht. Einige Krankenkassen erstatten ihren Versicherten die im Vorjahr angefallenen Gebühren als Prämienzahlung, oder im Rahmen eines Bonusprogramms. Grundsätzlich interessiert sich das Finanzamt für solche Erstattungen der Krankenkassen an ihre Versicherten. Im Fall der Praxisgebühr kann der Steuerzahler die Rückzahlung der Gebühr bzw. das Bonusprogramm aber grundsätzlich ohne steuerliche Auswirkung einstreichen, wie erklärt der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

03.07.2013

Fahrten zur Arbeit

Reparaturkosten bei der Einkommensteuer absetzen

Mit der Entfernungspauschale beteiligt sich der Fiskus an den Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Dabei werden pauschal 30 Cent je Entfernungskilometer als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben für den Weg zur Arbeit anerkannt. Mehr gib es grundsätzlich nicht. Das Finanzgericht Niedersachsen hat aber in einem aktuellen Urteil bestätigt, dass außergewöhnliche Kosten, wie z. B. Reparaturkosten, neben der Entfernungspauschale geltend gemacht werden können. Betroffene Steuerzahler können daher ihre Steuerlast zusätzlich senken. Mehr dazu

20.06.2013

Hochwasserschäden - So hilft das Finanzamt!

Das Hochwasser hat auch in Schleswig-Holstein große Schäden verursacht. Viele haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren und müssen Dinge neu anschaffen oder reparieren lassen. Dies verursacht bei den Steuerzahlern hohe Kosten. Wer eine entsprechende Versicherung abschließen konnte, bekommt nun diese Aufwendungen ersetzt. Für die Wiederbeschaffung von Gegenständen, die vom Versicherungsschutz ausgenommen sind, oder Steuerzahler die keine Versicherung abschließen konnten, können die Verluste bei der Steuer geltend machen, darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Auch wer die Flutopfer mit einer Spende unterstützt hat, sollte dies beim Fiskus angeben. Mehr dazu

14.05.2013

Krankheitskosten von der Steuer absetzen

Heuschnupfengeplagte & Co. können Einspruch einlegen

Heuschnupfengeplagt, der erste richtig dicke Sonnenbrand oder ein Zeckenbiss, auch im Sommer gibt es Gründe, den Arzt aufzusuchen. Die Kosten für die Medika-mente müssen viele Steuerzahler aus eigener Tasche zahlen. Kommt dann im Laufe des Jahres noch eine neue Brille oder Zahnersatz hinzu, gehen die Ausgaben für die Gesundheit schnell in die Höhe. Ein Trostpflaster: die Kosten können steuerlich be-rücksichtigt werden, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Das Fi-nanzamt akzeptiert die Ausgaben allerdings nur, wenn ein bestimmter Betrag – die zumutbare Eigenbelastung – überschritten wird. Ob diese Eigenbelastungsgrenze verfassungsgemäß ist oder die Krankheitskosten gar ab dem ersten Euro steuerlich anerkannt werden müssen, soll nun der Bundesfinanzhof klären. Dort sind zwei Nichtzulassungsbeschwerden zu diesem Thema anhängig (VI B 150/12 und VI B 116/12). Mehr dazu

30.04.2013

Scheidungskosten bei der Einkommensteuer absetzen

Streitkosten mit dem Ex-Partner sind außergewöhnliche Belastung

Eine Ehescheidung ist häufig nicht nur schmerzlich, sondern auch teuer. Schnell kommen einige tausend Euro an Anwalts- und Gerichtskosten zusammen, wenn neben der Ehescheidung auch noch Fragen des Versorgungsausgleichs, des Zugewinns oder des Unterhalts geregelt werden müssen. Viele Steuerzahler wollen die Kosten dann wenigstens bei der Steuer absetzen. Nach einem aktuellen Urteil des Finanzgerichts Düsseldorfs ist dies möglich, darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Mehr dazu

12.03.2013

Abgeltungssteuer & Werbungskosten

Einspruch einlegen kann sich lohnen

Für Anleger kann es sich lohnen, Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einzulegen. Denn das Finanzgericht Baden-Württemberg hat kürzlich entschieden, dass Sparer und Kapitalanleger Werbungskosten entgegen dem Gesetzeswortlaut unter bestimmten Voraussetzungen doch absetzen dürfen. Der Bund der Steuerzahler erklärt die Details. Mehr dazu

13.02.2013

Leerstand kann Grundsteuererlass rechtfertigen

Anträge bis zum 2. April 2013 möglich

Trotz erheblicher Bemühungen können Immobilien häufig nicht vermietet werden. Bleiben Mieteinnahmen unverschuldet aus, so kann dies zum teilweisen Erlass der Grundsteuer führen. Ein entsprechender Antrag auf Erlass der Grundsteuer muss für das Jahr 2012 bis spätestens zum 2. April 2013 bei den Gemeinden bzw. in den Stadtstaaten beim Finanzamt eingegangen sein. Darauf weist der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein hin. Mehr dazu

17.12.2012

Schneeschieben von der Steuer absetzen

Winterdienst als haushaltsnahe Dienstleistung

Die Schneesaison hat gerade begonnen, Hauseigentümer, Vermieter und Mieter trifft nun wieder die Räumpflicht. Viele beauftragen einen Dritten mit den Räumarbeiten. Nach einem aktuellen Urteil kann der Fiskus an den Kosten für den Winterdienst beteiligt werden. Der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein erklärt die Details. Mehr dazu

13.11.2012

Handwerkerleistungen

Erschließungskosten von der Steuer absetzen

Ein Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg verhilft womöglich vielen Hauseigentümern zu einem satten Steuerbonus. Das Gericht entschied, dass Hauseigentümer die Kosten für den Anschluss an die zentrale Trink- und Abwasseranlage als Handwerkerleistungen geltend machen können. Von diesem Urteil könnten auch andere Steuerzahler profitieren, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Mehr dazu

13.11.2012

Umsatzsteuervoranmeldungen

Verspätungszuschläge vermeiden!

Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen müssen grundsätzlich elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. Ab dem 1. Januar 2013 verlangt das Finanzamt, dass diese elektronischen Erklärungen auch authentifiziert übermittelt werden. Von dieser Authentifizierungspflicht sind aber bereits die Steuervoranmeldungen für den Monat Dezember 2012 betroffen, da diese erst nach Ablauf des Monats und damit im Jahr 2013 übermittelt werden. Der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein rät, sich rechtzeitig registrieren zu lassen, um Verspätungszu-schläge zu vermeiden. Mehr dazu

11.10.2012

Steuerzahler Info-Service

Mit dem BdSt-Info-Service bieten wir Ihnen aktuelle Informationen aus dem Steuerrecht und weiteren Bereichen. Die Liste der Themen ist breit gefächert, wie z.B. Darlehensverträge zwischen Angehörigen, die neuen Incoterms oder das kleine ABC des Online-Handels. Die Liste wird ständig erweitert.

Hier finden Sie die bisher erschienenen Titel. Klicken Sie auf den Link, um eine Übersicht als PDF zu öffnen

24.08.2012

Beginn des Ausbildungsjahres

Brauchen Auszubildende eine „Lohnsteuerkarte“?

Viele junge Steuerzahler starten jetzt mit ihrer Ausbildung. Neben neuen Eindrücken
im Betrieb oder Unternehmen, machen die meisten Azubis dann auch zum ersten
Mal Bekanntschaft mit der Lohnsteuer. Häufig erhalten Auszubildende von Eltern
oder Bekannten den Rat, sie müssten eine „Lohnsteuerkarte“ beim Ausbildungsbetrieb
abgeben. Dieser Tipp ist aber so nicht mehr zutreffend. Wie es richtig geht, erklärt
der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Mehr dazu

08.08.2012

Gewerbesteuer als Betriebsausgabe

Einspruch einlegen

Mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 wurde die Abziehbarkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe als sogenannte Gegenfinanzierungsmaßnahme gestrichen. Da die Gewerbesteuer zweifellos eine Betriebsausgabe ist, wird nun darüber gestritten, ob die Nichtabziehbarkeit dieser Ausgabe verfassungsgemäß ist.
Das Finanzgericht Hamburg hat Zweifel, ob die Streichung der Abziehbarkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe verfassungsgemäß ist und legte diese in seinem Urteil vom 29. Februar 2012, Az.: 1 K 48/12 dar. Mehr dazu

17.07.2012

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Steuerbonus für Dogsitter und Schlafzimmer

Wer sich im Haushalt Hilfe holt oder einen Handwerker mit einer Reparatur im Haushalt beauftragt, kann die Kosten steuerlich geltend machen. Den Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen gibt es jedoch nur, wenn die Arbeiten tatsächlich im Haushalt des Steuerzahlers erbracht werden. Dies bestätigte das Finanzgericht München und das Finanzgericht Münster in aktuellen Urteilen, darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Mehr dazu

20.06.2012

Wenn der Fiskus mitfeiert

Mit der Fußball-EM steigt auch die Feierlaune in vielen Unternehmen. Häufig teilt der Chef die Fußballleidenschaft der Belegschaft und organisiert vielleicht sogar ein Sommerfest mit Bier, Würstchen und Fußballgucken. Die Kosten für solche Betriebsfeten kann der Chef grundsätzlich als Betriebsausgabe abziehen und beim Arbeitnehmer wird kein zusätzlicher Arbeitslohn ausgelöst, wenn sich die Feier im üblichen Rahmen bewegt. Dabei gilt jedoch auf dem Spielfeld wie auch bei der Steuer: Die Spielregeln müssen eingehalten werden! Andernfalls drohen unter Umständen hohe Steuernachforderungen.

Damit bei der Betriebsfeier kein zu versteuernder geldwerter Vorteil für den Arbeitnehmer entsteht, dürfen die Aufwendungen pro Arbeitnehmer die Freigrenze von maximal 110 Euro (inklusive Umsatzsteuer) je Veranstaltung nicht überschreiten. Bezugsgröße sind dabei die teilnehmenden Arbeitnehmer. Dürfen auch Familienangehörige der Arbeitnehmer mitfeiern, so ist Vorsicht geboten. Die 110-Euro-Grenze gilt nämlich pro Mitarbeiter und nicht pro Teilnehmer. Bringt der Arbeitnehmer also seine Ehefrau mit, so dürfen bei der Betriebsfeier für beide zusammen nicht mehr als 110 Euro ausgegeben werden. Die penible Einhaltung des Kostenrahmens hat auch für die Umsatzsteuer Bedeutung. Wird die Freigrenze von 110 Euro pro Mitarbeiter überschritten, streicht das Finanzamt nämlich auch den Vorsteuerabzug für sämtliche Veranstaltungskosten. Wer sich an diese Vorgaben hält, kann grundsätzlich zwei Betriebsfeiern pro Jahr steuer- und sozialabgabenfrei ausrichten.

20.06.2012

VIP-Logen

Einladung zum Fußballspiel

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Dies gilt nicht nur im Freundes- und Bekanntenkreis, sondern auch im geschäftlichen Bereich. Neben den üblichen Geschenken zu Weihnachten, zum Geburtstag oder zu Jubiläen ist eine Einladung zu einer Sportveranstaltung immer ein besonderes Highlight. Die Fußball-EM im Nachbarland bietet sich daher geradezu an, gemeinsam mit Geschäftspartnern oder Mitarbeitern das Sportevent im Stadion zu genießen. Damit die Einladung nicht zum Eigentor wird, sollten jedoch einige steuerliche Grundsätze beachtet werden. Mehr dazu

20.06.2012

Auf Anpfiff Abmahnung

Kein Anspruch auf „Spielegucken“ während der Arbeitszeit

Echte Fußballfans möchten kein Spiel der Lieblingsmannschaft verpassen, gerade wenn es um ein Großevent wie die Fußball-EM geht. Pech, wenn die Übertragung in die Arbeitszeit fällt. Grundsätzlich ist Arbeitszeit „Arbeits-Zeit“ und nicht Fernseh-, Radio- oder Zeit für Fußballfachsimpeleien. Wer eine Fußballübertragung am Arbeitsplatz verfolgen möchte, sollte dies auf jeden Fall mit dem Arbeitgeber vorher absprechen. Soweit es die betriebliche Organisation zulässt, werden Arbeitgeber sicherlich Verständnis für den Wunsch der Arbeitnehmer haben. Ein Anspruch seitens des Arbeitnehmers besteht jedoch nicht. Zudem kann der Arbeitgeber verlangen, dass die Zeit nachgearbeitet wird. Wer auf eigene Faust das Spiel im Radio, im Fernsehen oder im Internet verfolgt, kann leicht eine Abmahnung, schlimmstenfalls eine Kündigung riskieren. Dasselbe gilt, wenn ein Arbeitnehmer wegen des Fußballspiels „blau macht“ oder trotz Krankschreibung beim Public-Viewing gesichtet wird. Wer daher unbedingt ein Fußballspiel sehen möchte, sollte besser Urlaub nehmen.

20.06.2012

Turnschuhe geschnürt

Vereinsbeiträge regelmäßig umsatzsteuerfrei

Mach´s mit, mach´s nach, mach´s besser, so könnte die Devise für viele Fußballzuschauer lauten. Wer nach dem Fußballglotzen selbst Lust hat in einem Verein zu kicken, findet sicherlich in seiner Nähe den passenden Club. Neben dem positiven Effekt für Körper und Gesundheit schont die Mitgliedschaft in einem gemeinnützigen Sportverein auch das Portemonnaie. Die Mitgliedsbeiträge sind nämlich umsatzsteuerfrei, wenn es sich um sogenannte „echte“ Mitgliedsbeiträge handelt. Echte Mitgliedsbeiträge liegen vor, wenn der Verein Leistungen zur Erfüllung seines satzungsmäßigen Zwecks erbringt wie zum Beispiel die Überlassung von Sportanlagen oder die Teilnahme an Übungsstunden. Voraussetzung dafür ist, dass die Beiträge für alle Mitglieder gleich hoch sind oder sich nach einem verbindlichen Bewertungsmaßstab für alle Mitglieder gleich errechnen lassen. So ist es etwa unschädlich, wenn für Kinder und Erwachsene unterschiedlich hohe Beiträge verlangt werden. Erbringt der Verein dagegen Leistungen, die den Sonderbelangen einzelner Mitglieder dienen, und erhebt er dafür Beiträge entsprechend der tatsächlichen oder vermuteten Inanspruchnahme, so liegen unechte Mitgliedsbeiträge und damit ein umsatzsteuerpflichtiger Leistungsaustausch vor.

20.06.2012

Ehrenamt mit Steuerersparnis

Gerade vor, während und nach großen Sportereignissen wie einer Fußball-EM ist der Zulauf bei Sportvereinen groß. Wie das Runde ins Eckige gelangt, erklären häufig ehrenamtliche Trainer, Betreuer oder Übungsleiter. Dieses ehrenamtliche Engagement fördert auch der Steuergesetzgeber. Wer als Trainer, Betreuer oder Übungsleiter für seine Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung vom Verein ausgezahlt bekommt, kann bis zu 2.100 Euro im Jahr steuerfrei erhalten. Zudem werden weitere Tätigkeiten bei gemeinnützigen Sportvereinen steuerlich unterstützt. Wer beispielsweise nebenberuflich als Platz- oder Kassenwart bei einem gemeinnützigen Sportverein tätig ist, kann eine vom Verein gezahlte Aufwandsentschädigung bis zu 500 Euro im Jahr steuerfrei vereinnahmen.

20.06.2012

Steuer auf Getränke

Fiskus spielt mit

Wer keine Karten für das Fußballstadion ergattern konnte, macht es sich mit der Familie oder Freunden vor dem Fernseher bequem. Für viele gehört zum Fußballgucken eine gutgefüllte Schüssel Chips, Cola oder Bier dazu. Den Fiskus wird es freuen, denn er verdient an den Nahrungsmitteln und Getränken über die Mehrwertsteuer kräftig mit. Gerade bei alkoholischen Getränken schlägt der Fiskus doppelt zu. Neben der Mehrwertsteuer werden für viele alkoholische Getränke noch weitere Abgaben verlangt. Zu nennen sind die Biersteuer, die Branntweinsteuer, aber auch die Schaumweinsteuer. Als jüngste dieser Zusatzsteuern ist die Alkopopsteuer hinzugekommen. Sie beträgt bei einer Flaschenabfüllung von 0,275 l immerhin 0,84 Cent je Flasche. Bei der letzten Fußball-WM im Jahr 2010 waren bei der Biersteuer Einnahmezuwächse um 9,1 Prozent festzustellen. Ob die Steuereinnahmen aufgrund der diesjährigen Fußball-EM wieder signifikant steigen, bleibt abzuwarten.

20.06.2012

Werbung ist gewerblich

Profi-Spieler und Werbeeinnahmen

Nicht nur Freizeitkicker oder Fußballgucker ärgern sich mit dem Finanzamt herum; auch bei Profi-Spielern macht das Steuerrecht keine Ausnahme. So wurde erst kürzlich vor dem Bundesfinanzhof gestritten, ob die Werbeeinnahmen eines Fußballnationalspielers zum Arbeitslohn gehören oder Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb sind. Der Kläger war sowohl Lizenzspieler eines Vereins der Fußball-Bundesliga, also Arbeitnehmer, als auch Mitglied der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Der Arbeitsvertrag mit seinem Verein enthielt die Verpflichtung, auf Verlangen des DFB an Werbemaßnahmen der Nationalmannschaft teilzunehmen. Der Profi-Kicker vertrat die Auffassung, die Werbeeinnahmen seien Teil des über seinen Verein bezogenen Arbeitslohns. Demgegenüber sah das Finanzamt die Einnahmen als gewerblich an. Dies hatte zur Folge, dass neben der Einkommensteuer auch noch Gewerbesteuer zu entrichten war. Diese Ansicht des Finanzamtes hat der Bundesfinanzhof nun bestätigt (Urteil vom 22.2.2012 – X R 14/10). Ob dem Profi-Spieler die Nuss-Nugat-Schnitte bei den Werbeaufnahmen trotz der zweifachen Steuer noch geschmeckt hat, war nicht in Erfahrung zu bringen.

29.05.2012

Bauherren aufgepasst!

Unzulässige Doppelbesteuerung mit Umsatzsteuer und Grunderwerbsteuer

Das Niedersächsische Finanzgericht hält die Doppelbelastung mit Grunderwerb- und Umsatzsteuer bei Bauerrichtungsleistungen für unzulässig. Nun liegt der Fall dem Bundesfinanzhof vor. Wie andere Bauherren von dem Verfahren vor dem obersten deutschen Steuergericht profitieren können, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Mehr dazu

17.04.2012

Nachweis bei Krankheitskosten

Ist die rückwirkende Änderung zulässig?

Einmal im Jahr erwischt es fast jeden – Grippe, Erkältung oder Husten. Die Kosten für die Medikamente oder die Praxisgebühren müssen viele Steuerzahler dann aus eigener Tasche zahlen. Kommt dann noch eine neue Brille oder Zahnersatz hinzu, gehen die Kosten schnell in die Höhe. Die Kosten für Zahnersatz, Brillen, Kuren, orthopädische Hilfsmittel wie Schuheinlagen, Zuzahlungen zu Rezepten und die Praxisgebühr können bei der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Mehr dazu

16.03.2012

Minijobs im Privathaushalt

Geld zurück bei Krankheit, Schwangerschaft und Mutterschutz

Die Zahl der Minijobber in Privathaushalten nimmt weiter zu. So ist im Jahr 2011 ein Zuwachs von 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Ein Grund für die Zunahme kann sicherlich in der steuerlichen Förderung der Minijobber im Privathaushalt, aber auch in der einfachen Abwicklung des Minijobs mittels Haushaltcheckverfahren über die Minijob-Zentrale gesehen werden, resümiert der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Mehr dazu

15.02.2012

Einspruch per E-Mail

Längere Einspruchsfrist bei schludriger Rechtsbehelfsbelehrung

Wenn auf dem Steuerbescheid eine E-Mail-Adresse steht, so erklärt sich das Finanzamt bereit, auch Einsprüche elektronisch entgegenzunehmen. Folglich muss das Finanzamt in der Rechtsbehelfsbelehrung auch auf die Möglichkeit hinweisen, dass der Einspruch per E-Mail eingelegt werden kann. Vielfach enthält die am Ende des Bescheides stehende Rechtsbehelfsbelehrung jedoch nur den Satz, dass der Einspruch schriftlich beim Finanzamt einzureichen oder zur Niederschrift zu erklären ist. Dieser Hinweis ist aber unvollständig, wenn neben der Adresse und der Telefonnummer des Finanzamtes auch die E-Mail-Adresse im Bescheid enthalten ist. Das hat das Niedersächsische Finanzgericht in einem aktuellen Urteil entschieden (Az.: 10 K 275/11). Da die Rechtsbehelfsbelehrung unvollständig war, hatte der betroffene Steuerzahler in dem Urteilsfall ein Jahr Zeit, Einspruch gegen den Steuerbescheid einzulegen. Ohne den Fehler des Finanzamtes beträgt die Einspruchsfrist normalerweise nur einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheides. Das unterlegene Finanzamt will die Rechtsfrage nun vom obersten deutschen Steuergericht klären lassen und hat gegen das Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts Revision eingelegt. Das Verfahren ist beim Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen X R 2/12 anhängig.

Deshalb können auch andere Steuerzahler von dem Verfahren profitieren. Die Steuerzahler können jetzt prüfen, ob das Finanzamt eine E-Mail-Adresse auf dem Bescheid genannt hat und wie die Rechtsbehelfsbelehrung im Steuerbescheid formuliert ist. Fehlt der Hinweis auf die Einspruchsmöglichkeit per E-Mail, ist die Rechtsbe-helfsbelehrung fehlerhaft und der Steuerzahler hat ein Jahr Zeit gegen seinen Bescheid Einspruch einzulegen. Damit besteht die Chance, vermeintlich längst abgeschlossene Steuerfestsetzungen doch noch zu ändern. Wer binnen der Jahresfrist Einspruch einlegen möchte, sollte auf das Verfahren vor dem Bundesfinanzhof verweisen, empfiehlt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein.

17.01.2012

Frühjahrsputz im Garten

Gartenneu- oder -umgestaltung mit Steuerbonus

Auch wenn der Winter Deutschland noch fest im Griff hat, sehnen bereits viele den Frühling wieder herbei. Dann werden die Tage merklich länger, die Zugvögel kehren zurück und die Frühjahrsblüher zeigen sich in ihrer Pracht. Sodann beginnt auch die Saison im Grünen und viele schmieden Pläne zur Verschönerung ihres Gartens. Sucht der Steuerzahler sich bei der Gartenneu- oder -umgestaltung professionelle Hilfe, beteiligt sich sogar der Fiskus mit einem Steuerbonus daran, erklärt der Bund der Steuerzahler. Zu beachten ist jedoch, dass maximal 20 Prozent der Aufwendungen und ein Höchstbetrag von 1.200 Euro im Jahr als Steuerbonus gewährt werden. Bei Maximalkosten für Arbeitsleistung und Anfahrt von 6.000 Euro im Jahr wird der Steuerbonus demnach völlig ausgeschöpft. Materialkosten sind hingegen nicht begünstigt. Außerdem wird der Steuerbonus versagt, wenn keine Rechnung vorliegt und der Betrag bar bezahlt wird.

Der Bundesfinanzhof in München entschied jüngst sogar, dass auch die erstmalige Anlage des Gartens beispielsweise im Zuge des Neubaus eines Einfamilienhauses steuerlich gefördert wird (Urteil vom 13.7.2011, Az. VI R 61/10). Bislang galt, dass sogenannte Neubaumaßnahmen, also wenn etwas völlig Neues geschaffen wurde, nicht mit einem Steuerbonus bedacht werden konnten. Der Bund der Steuerzahler erklärt, dass nun auch solche Leistungen als Handwerkerleistungen steuerlich gefördert werden, wenn bereits ein Haushalt besteht. Im Urteilsfall musste neben Erd- und Pflanzarbeiten auch eine Stützmauer errichtet werden, damit die Erdmassen nicht wegrutschen. Auch diese Neubaumaßnahme fiel unter die steuerliche Begünstigung für Handwerkerleistungen.

16.11.2011

Weihnachtsgeschenke

Nicht in die Steuerfalle tappen!

Die Adventszeit wird häufig genutzt, Geschäftspartnern, Kunden und Angestellten eine kleine Freude zu bereiten. Bei betrieblichen Weihnachtsgeschenken sind jedoch steuerliche Besonderheiten zu beachten, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein, damit die Weihnachtsstimmung nicht durch das Finanzamt getrübt wird.

Geschenke an Geschäftspartner lassen sich bis zu einem Wert von 35 Euro als Betriebsausgaben oder Werbungskosten absetzen. Doch Vorsicht, übersteigt der Geschenkwert 10 Euro, muss das schenkende Unternehmen genaue Aufzeichnungen über die Art des Geschenks und den Empfänger führen. Was viele Steuerzahler nicht wissen: Auch der Beschenkte muss das Präsent mit einem Wert von mehr als 10 Euro grundsätzlich bei sich versteuern. Einfacher geht es, wenn das schenkende Unternehmen das Präsent gleich pauschal mit 30 Prozent selbst versteuert und den Beschenkten schriftlich darüber informiert. Der Beschenkte kann sich dann - ohne steuerliche Pflichten - über das Geschenk freuen. Das Wahlrecht der Pauschalversteuerung muss aber für alle Geschäftsfreunde einheitlich ausgeübt werden, darauf weist der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein hin.

Geschenke zu besonderen Anlässen an Mitarbeiter sind grundsätzlich als Betriebsausgaben abziehbar. Übersteigt der Wert des Geschenks den Betrag von 40 Euro oder die monatliche Freigrenze für Sachzuwendungen in Höhe von 44 Euro, so werden jedoch Lohnsteuer und Sozialabgaben fällig. Wird das Geschenk im Rahmen einer Betriebsveranstaltung übergeben, dürfen die Kosten für das Präsent zusammen mit den übrigen Kosten der Feier 110 Euro je Arbeitnehmer nicht übersteigen. Ein besonderer Geschenktipp in diesem Jahr sind Gutscheine. Der Bundesfinanzhof hat nämlich erst kürzlich entschieden, dass auch Gutscheine unter die 44 Euro-Sachbezugsregelung fallen können, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein.

01.11.2011

Abzug von Kinderbetreuungskosten

Vorsicht bei Unverheirateten

Kinderbetreuungskosten können zu zwei Drittel bis maximal 4.000 Euro im Jahr pro Kind in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Dies gilt für Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wenn die Eltern erwerbstätig oder dauerhaft krank sind oder das Kind das dritte, aber noch nicht das sechste Lebensjahr vollendet hat und die Eltern nicht krank oder erwerbstätig sind. Voraussetzung für den Abzug ist auch, dass die Eltern die Aufwendungen getragen haben, ein entsprechender Beleg vorliegt und das Geld überwiesen wurde, erklärt der Bund der Steuerzahler. Bei Ehegatten wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die Kosten von beiden Ehegatten getragen wurden. Allerdings ist es auch möglich, die Aufwendungen einem Elternteil vollständig zuzuordnen, wenn dies steuerlich günstig ist. Dies klappt bei unverheirateten Paaren mit Kindern nach einem aktuellen Urteil des Finanzgerichts Thüringen (Az. 1 K 664/08) nur bedingt. Handelt es sich um erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten, kann nur derjenige die Aufwendungen in seiner Steuererklärung geltend machen, der sie getragen hat. Eine Zuordnung der Kosten auf den anderen Lebenspartner ist nicht möglich.

Der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein rät deshalb, dass unverheiratete Paare vorher prüfen sollten, bei wem sich der steuerliche Abzug der Kinderbetreuungskosten günstiger auswirkt. Auf denjenigen sollte dann die Rechnung ausgestellt werden und derjenige sollte die Überweisung der Kosten vornehmen. Dann gibt es keine Probleme bei der Einkommensteuererklärung und ein Rechtsstreit ist unnötig. Liegen hingegen Sonderausgaben vor, können auch unverheiratete Paare eine einvernehmliche Aufteilung bzw. Zuordnung der Kosten vornehmen.

23.09.2011

Freibeträge für 2012 eintragen lassen!

Viele erinnern sich noch an die Papierlohnsteuerkarte. Die bunten Pappen wurden stets im Herbst an die Steuerzahler verschickt. Die Zusendung wirkte für viele Steuerzahler wie eine Erinnerung, sich rechtzeitig die Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen. Doch aufgepasst, diese "Erinnerungspost" wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Ab dem Jahr 2012 erfolgt der Abgleich zwischen Arbeitgeber und Finanzverwaltung nämlich voll elektronisch, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein.

Die Papierlohnsteuerkarten wurden zum letzten Mal für das Jahr 2010 verschickt. Wegen der Umstellung auf das elektronische Verfahren, blieben die auf der Lohnsteuerkarte 2010 vorgenommenen Eintragungen automatisch für den Lohnsteuerabzug im Übergangsjahr 2011 erhalten. Die Steuerzahler mussten Freibeträge für das Jahr 2011 daher nicht erneut beantragen, wenn sich nichts an ihrer Situation geändert hatte. An diese bequeme Regelung sollten sich die Steuerzahler jedoch nicht gewöhnen, denn ab dem Jahr 2012 erfolgt keine automatische Übernahme der Freibeträge mehr!

Für das Jahr 2012 müssen sämtliche antragsgebundenen Einträge und Freibeträge wieder neu beim Finanzamt beantragt werden. Der Antrag auf Eintragung eines Freibetrages sollte am besten bereits im Herbst des Jahres 2011 gestellt werden, empfiehlt der Bund der Steuerzahler. Wer erst im Januar 2012 den Antrag stellt, riskiert, dass der Freibetrag nicht rechtzeitig berücksichtigt wird und damit im Januar 2012 ein zu hoher Lohnsteuerabzug erfolgt. Der Antrag muss auf einem amtlichen Formular gestellt werden. Vorteilhaft ist die Eintragung eines Freibetrages etwa bei Arbeitnehmern, die hohe Werbungskosten haben. Dies kann beispielsweise bei einem langen Arbeitsweg der Fall sein.

17.08.2011

Antragsveranlagung

Wer bummelt, verschenkt womöglich Geld

Nicht jeder Steuerzahler muss eine Einkommensteuererklärung abgeben. Beispielsweise sind Singles oder Ehepaare mit der Steuerklassenkombination IV/IV häufig nicht verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, wenn sie ausschließlich Einnahmen aus einer angestellten Tätigkeit erzielen, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Diese Steuerzahler können allerdings freiwillig eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Dies lohnt sich, wenn mit einer Steuererstattung gerechnet werden kann. Das Gesetz räumt diesen Steuerzahlern vier Jahre Zeit für die Abgabe der Erklärung ein.

Umstritten war, ob Steuerzahler ihre Erklärung sogar bis zu sieben Jahre zurück abgeben können. Der Bundesfinanzhof stellte nun klar, dass nach vier Jahren Verjährung eintritt (Az.: VI R 53/10). Ob die Rechtsfrage dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt wird, ist noch ungewiss. Betroffene Steuerzahler sollten sich daher darauf einstellen, dass das Finanzamt die Bearbeitung von Steuerklärungen, für Zeiträume die mehr als vier Jahre zurückliegen, verweigert. Steuerzahler, die in den vergangenen Jahren keine Steuererklärung abgeben mussten aber dennoch auf einem Berg alter Rechnungen sitzen, sollten die Abgabe der Einkommensteuererklärung daher nicht zu lange hinausschieben, rät der Bund der Steuerzahler. Spätestens vier Jahre nach dem betreffenden Steuerjahr ist womöglich Schluss. Dann ist die eventuelle Steuererstattung gegebenenfalls verschenkt. Die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2007 kann daher noch bis zum 31. Dezember 2011 eingereicht werden.

17.06.2011

Senioren und Steuern

Steuerpflicht durch Rentenerhöhung?

Ab 1. Juli 2011 werden Rentner ein wenig mehr Geld erhalten. Bei vielen weicht die Freude über die Rentenerhöhung jedoch schnell der Verunsicherung. Schließlich ist überall zu lesen, eine Rentenerhöhung sei voll steuerpflichtig. Dies ist richtig, dennoch muss nicht jede Rentenerhöhung auch zu einer Steuerzahlung führen, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Rentnerinnen und Rentner erhalten ab 1. Juli 2011 0,99 Prozent mehr Rente. Grundlage der Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Mit der wirtschaftlichen Erholung im vergangenen Jahr sind die Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland gestiegen, so dass nun auch die Rentner eine Anpassung ihrer Bezüge erhalten. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf das Portemonnaie, sondern auch auf die Steuern.

Geht ein Arbeitnehmer in Rente, wird für ihn ein sogenannter Rentenfreibetrag ermittelt. Dieser Betrag wird zu Beginn der Rente einmal festgeschrieben und gilt dann ein Leben lang. Dies führt dazu, dass ein Teil der Rente stets steuerfrei bleibt. Neu hinzukommende Beträge aus einer Rentenerhöhung zählen hingegen voll zum steuerpflichtigen Einkommen. Je nach dem wie hoch die persönliche Rente ist und ob der Rentner noch weitere Einkünfte hat, kann für die Rentenerhöhung Steuer anfallen. Dies muss aber nicht sein, denn der Staat garantiert ein steuerfreies Existenzminimum von 8.004 Euro im Jahr, erklärt der Bund der Steuerzahler. Zudem können eine Reihe von Aufwendungen abgezogen werden, wie zum Beispiel Beiträge zur Krankenversicherung, die Kirchensteuer oder der Werbungskostenpauschbetrag. Nur wenn das zu versteuernde Einkommen unterm Strich den Betrag von 8004 Euro im Jahr übersteigt, wird Einkommensteuer fällig. Bei Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag.

Weitere Informationen gibt der Ratgeber "Senioren und Steuern" des Bundes der Steuerzahler, der für 3,50 Euro (inkl. Versand) angefordert werden kann bei: NORD-KURIER Verlag und Werbe GmbH, Lornstenstraße 48, 24105 Kiel, Tel. 0431/562065, E-Mail: info@nord-kurier.de oder in unseren Online-Shop unter www.nord-kurier.de.

20.12.2011

Kranken- und Pflegeversicherung

Beiträge für Kinder nicht vergessen

Seit dem Jahr 2010 können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung steuerlich besser geltend gemacht werden. Dies gilt nicht nur für die eigenen Beiträge, Eltern können auch die Basiskrankenkassenbeiträge für die Kinder als eigene Beiträge absetzen, daran erinnert der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Dies gilt sogar dann, wenn das Kind selbst Versicherungsnehmer ist. Voraussetzung dafür ist, dass die Eltern unterhaltsverpflichtet sind und für das Kind ein Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag besteht.

Diese Steuerregel ist vor allem für Eltern von in Ausbildung befindlichen Kindern interessant. In der Regel finanzieren die Eltern die Krankenversicherung der Kinder in dieser Zeit nämlich mit. Wie die Oberfinanzdirektion Magdeburg in einer Verfügung klarstellt, handelt es sich damit quasi um Beiträge der Eltern (OFD-Magdeburg vom 3.11.2011 - S 2221 - 118 - St 224). Wichtig für betroffene Eltern: Es kommt nicht darauf an, dass die Beiträge zur Krankenversicherung des Kindes tatsächlich von den Eltern gezahlt werden. Es ist ausreichend, wenn die Eltern ihre Unterhaltsverpflichtung durch Sachleistungen, wie beispielsweise Verpflegung oder ein Zimmer in der elterlichen Wohnung erfüllen, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Machen die Eltern die Basiskranken- und Pflegeversicherungsbeiträge des Kindes bei sich in voller Höhe als Sonderausgaben geltend, so scheidet ein Sonderausgabenabzug in der Einkommensteuererklärung des Kindes aus. Die Beiträge können auch zwischen Eltern und Kindern aufgeteilt werden. Insgesamt dürfen die Beiträge aber nur einmal berücksichtigt werden, erläutert der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein.

08.07.2011

Arbeitszimmer

Auch Arbeitsecke steuerlich absetzbar

Viele Steuerzahler kennen das Problem: Streit mit dem Finanzamt wegen des häuslichen Arbeitszimmers. Mal zweifelt die Verwaltung Größe und Ausstattung des Zimmers an, mal wird der steuerliche Abzug gänzlich versagt, weil noch ein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht oder es sich um ein Durchgangszimmer handelt. Vielleicht können Steuerzahler das häusliche Arbeitszimmer künftig jedoch besser steuerlich geltend machen, ein Urteil des Finanzgerichts Köln schafft Spielraum. Mehr dazu

04.05.2011

Einkommensteuererklärung 2010

Frist 31. Mai 2011 beachten

Am 31. Mai endet in diesem Jahr die reguläre Frist für die Abgabe der Einkommen-steuererklärung, wenn der Steuerzahler zur Abgabe einer entsprechenden Erklärung verpflichtet ist. Darauf weist der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein hin. Steuerzahler, die ihre Steuererklärung von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein anfertigen lassen, haben automatisch bis zum 31. Dezember des Jahres Zeit. Mehr dazu

04.05.2011

Erststudienkosten

Bund der Steuerzahler kämpft weiter!

Der Bund der Steuerzahler kämpft für alle Studenten, die für ihren ersten Uni- oder FH-Abschluss pauken nun beim Bundesfinanzhof. Die obersten deutschen Steuerrichter sollen klären, ob Kosten für ein Erststudium als vorweggenommene Werbungskosten bei der Steuer geltend gemacht werden können. Damit könnten Kosten für Bücher, Studiengebühren, Prüfungsgebühren oder Kosten, die im Rahmen eines Praktikums anfallen, festgestellt werden und beim Berufseinstieg steuermindernd gegengerechnet werden. Das Verfahren ist beim Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen VI R 15/11 anhängig. Mehr dazu

24.02.2011

Leerstand kann Grundsteuererlass rechtfertigen

Frist bis 31. März 2011 beachten

In konjunkturell turbulenten Zeiten plagen sich viele Vermieter mit dem Leerstand ihrer Immobilien. Trotz erheblicher Bemühungen können Immobilien häufig nicht vermietet werden. Bleiben Mieteinnahmen aus, so kann dies zum teilweisen Erlass der Grundsteuer führen. Allerdings muss der Antrag für das Jahr 2010 bis spätestens zum 31. März 2011 bei den Gemeinden eingegangen sein. Darauf weist der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein hin. Mehr dazu

25.01.2011

Senioren und Abgeltungsteuer

Günstigerprüfung beantragen

In den nächsten Wochen und Monaten fertigen viele Steuerzahler die Steuererklärung für 2010 an. Dabei kann es sich auch für Rentner oder Pensionäre lohnen, eine Steuererklärung abzugeben. Vor allem wer Zinsen aus Sparguthaben von mehr als 801 Euro (bei Verheirateten 1.602 Euro) im Jahr erhalten hatte, hat womöglich zu viel Abgeltungsteuer gezahlt.

Seit dem Jahr 2009 werden bei Kapitalgewinnen, also zum Beispiel bei Zinsen, automatisch 25 Prozent Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer von der Bank einbehalten. Damit ist die Einkommensteuer auf die Kapitaleinkünfte abgegolten und der Steuerzahler braucht die Kapitalerträge grundsätzlich nicht mehr in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Da die Bank den Abzug der Abgeltungsteuer pauschal durchführt, wird ein günstigerer persönlicher Steuersatz oder der Altersentlastungsbetrag nicht berücksichtigt, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein.

Daher kann es sich lohnen, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Statt der 25 Prozent Abgeltungsteuer kann dann der möglicherweise günstigere persönliche Steuersatz berücksichtigt werden und der Steuerzahler erhält die zu viel von der Bank einbehaltene Abgeltungsteuer zurück. Zudem kann in diesen Fällen der Alters-entlastungsbetrag berücksichtigt werden. Dies ist ein Freibetrag, der allen Steuerzahlern zusteht, die mindestens 64 Jahre alt sind und neben ihrer Rente oder Pension noch weitere Einkünfte haben, zum Beispiel aus einer Nebentätigkeit, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung oder aus Sparguthaben (Zinsen). Der Freibetrag beträgt maximal 1.900 Euro im Jahr. Grundsätzlich wird der Freibetrag automatisch vom Finanzamt berücksichtigt. Aber aufgepasst, bei Zinseinnahmen und anderen Gewinnen, die der Abgeltungsteuer unterliegen, ist dies anders! Hier muss der Steuerzahler eine Günstigerprüfung beantragen. Dazu muss der Steuerzahler auf der Anlage KAP in Zeile 4 die Günstigerprüfung ankreuzen, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Hilfestellung gibt der Ratgeber "Steuererklärung für Senioren", der gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro (inklusiv Versand) in unserem online-shop unter www.nord-kurier.de oder telefonisch unter 0431/563065 bestellt werden kann. Mit der Broschüre erhalten Sie eine Rechnung.

21.12.2010

Einkommensteuervorauszahlungen

Verwunderung über Steuervorauszahlungen

Viele Arbeitnehmer waren erstaunt, als das Finanzamt mit dem letzten Steuerbescheid auch Steuervorauszahlungen festsetzte. Bislang kannten viele Steuerzahler Vorauszahlungen nur von Unternehmern und Selbstständigen. Betroffen sind vor allem Arbeitnehmer-Ehepaare mit der Steuerklassenkombination III/V, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein (BdSt). Aber auch Geringverdiener in der Steuerklasse V und VI müssen unter Umständen Steuervorauszahlungen leisten. Hintergrund ist eine gesetzliche Änderung zur Abzugsfähigkeit von Krankenkassenbeiträgen im Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung. Mehr dazu

16.11.2010

Umzugskosten

Höhere Beträge steuerlich absetzbar

Kosten für einen berufsbedingten Umzug können steuerlich geltend gemacht wer-den. Ein Umzug ist beruflich veranlasst, wenn sich die Fahrzeit zwischen Wohnung und Arbeitsstätte erheblich verkürzt. Eine erhebliche Fahrzeitverkürzung wird ange-nommen, wenn sich die Fahrzeit für den Hin- und Rückweg insgesamt um mindes-tens eine Stunde reduziert, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Mehr dazu

08.09.2010

Kindergeld/Kinderfreibetrag

Kosten für die Studentenbude abziehbar?

Viele Kinder nehmen im Herbst ein Studium auf oder beginnen mit einer Ausbildung. Für viele Eltern stellt sich dann die Frage, ob auch während der Ausbildung ein Anspruch auf den Kinderfreibetrag bzw. das Kindergeld besteht. Grundsätzlich kann für volljährige Kinder bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld bzw. der Kinderfreibetrag gewährt werden, erklärt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Allerdings müssen Studenten oder Azubis, die sich ihr Taschengeld aufbessern oder ein Ausbildungsgehalt erhalten, den sogenannten Grenzbetrag beachten. Dieser Grenzbetrag legt fest, bis zu welcher Höhe Kinder Einkünfte und Bezüge erzielen dürfen, ohne den Kindergeldanspruch zu gefährden. Zurzeit beträgt der Grenzbetrag 8.004 Euro pro Jahr.

Streit besteht jedoch häufig darüber, wie dieser Betrag zu ermitteln ist. Kosten, die dem Kind im Zusammenhang mit seinem Studium oder seiner Ausbildung entstehen, können grundsätzlich berücksichtigt werden. Dazu können beispielsweise Fachliteratur, Arbeitsbekleidung, Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, aber auch Kosten für das Binden einer Diplomarbeit oder auch die Materialkosten für Modelle von Bauingenieuren und Architekturstudenten zählen. Ob auch die Kosten für die Unterbringung des Kindes am Ausbildungs- oder Studienort zu berücksichtigen sind, ist umstritten. Gegenwärtig berücksichtigen die Familienkassen diese Kosten nicht.

Nunmehr ist ein Verfahren beim Bundesfinanzhof anhängig, um diese Streitfrage zu klären (Az.: III R 21/10). Betroffene Familien sollten daher auch die Kosten für die auswärtige Unterbringung des Kindes bei der Berechnung des Grenzbetrages angeben. Lehnt die Familienkasse die Berücksichtigung der Unterbringungskosten ab und wird deshalb kein Kindergeld gezahlt bzw. der Kinderfreibetrag nicht gewährt, kann Einspruch eingelegt werden. In der Einspruchsbegründung sollte auf das anhängige BFH-Verfahren verwiesen werden und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden, rät der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein.

02.08.2010

Überhöhte Vorauszahlungsbescheide:

Jetzt handeln

Viele Steuerzahler haben in den letzten Wochen ihren Steuerbescheid für das Jahr 2009 erhalten. Wer Steuern nachentrichten muss, erhält regelmäßig auch einen Vorauszahlungsbescheid. Die Steuervorauszahlungen sind eine Abschlagszahlung auf die voraussichtliche Jahressteuerschuld. Dies hat den Vorteil, dass der Steuerzahler dann nicht auf einen Schlag einen großen Betrag nachzahlen muss. Die Höhe der Vorauszahlungen richtet sich nach der letzten Steuerveranlagung.

In diesem Jahr dürften einige Steuerzahler einen Schreck bekommen haben, da hö-here Vorauszahlungen festgesetzt wurden. In einem solchen Fall empfiehlt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein zu prüfen, ob das Finanzamt die Vorsorgeaufwendungen für Kranken- und Pflegeversicherung zutreffend berücksichtigt hat. Mit dem Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung können Aufwendungen für Kranken- und Pflegeversicherung seit dem Jahr 2010 steuerlich besser berücksichtigt werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Versicherungsunternehmen die Beiträge elektronisch an das Finanzamt melden. Allerdings liegen noch nicht alle Daten der Versicherungsunternehmen vor, so dass der Abgleich noch nicht fehlerfrei funktioniert.

Betroffenen Steuerzahlern empfiehlt der Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein daher, Einspruch gegen den Vorauszahlungsbescheid einzulegen und die tatsächlich höheren Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nachzuweisen. Ein Einspruch kann allerdings nur binnen einer Frist von einem Monat nach Bekanntgabe des Vorauszahlungsbescheids eingelegt werden. Wer diese Frist versäumt hat, kann auch später noch eine Herabsetzung der Vorauszahlungen beantragen. Dazu genügt ein formloses Schreiben an das Finanzamt und der Nachweis, dass die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung höher sind, als bisher bei der Berechnung der Vorauszahlungen berücksichtigt. Entsprechende Musterbriefe stehen auf der Internetseite des Bundes der Steuerzahler unter www.steuerzahler.de im Bereich Servi-ce/Musterbriefe zur Verfügung.

05.03.2012

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